Hobbylager 2016 – Tag 4

IMG-20160419-WA0013Heute war der CIO wieder auf eigenen Pfaden unterwegs. Die einzelnen Teilnehmer genossen es in familiärer Clubumgebung durch die Gegend zu sausen. Es bildeten sich fünf Leistungsgruppen. Das Ziel jedes Mallorca-Radtouristen ist einmal den Küsten-Klassiker zu fahren. Die Strecke befindet sich mitten in der Sierra de Tramontana. Diese einzigartige Kulisse wurde im Jahre 2011 zum Unesco-Welterbe erklärt. Um diese einzigartige Naturlandschaft auf dem Rad auch geniessen zu können muss man fit sein. Nicht jeder ist der Herausforderung gewachsen.
Kein Problem ist dies für unsere drei Muskeltiere Housi, Aschi und Reto. Während man normalerweise mit dem Bus an den Startort im Süden anreist zogen sie es vor diese Strecke ebenfalls mit dem Rad zu bewältigen. Für die Gruppe II unter der Leitung von Sven Montgomery war die Route 136 KM lang und mit 2‘300 HM sehr anspruchsvoll. Ab Port d’Andratx schlängeln sie sich der Küste entlang in Richtung Norden.
Die Gruppe III startete vom Hotel in Richtung Süden nach Inca. Bei Nordwind ist es ideal, denn ohne grosse Mühe wird man an den Einstiegsort des Coll de Sa Bataia geschoben. In Caimari beginnt der 9.5 KM lange Anstieg auf den dritthöchsten Pass der Insel. Julia hatte sich am Sonntag irgendwo eine Infektion geholt. Grössere kreisförmige Ringe lassen den Verdacht einer Borreliose aufkommen. Geschwächt macht es keinen Spass weiter zu fahren und ein Arztbesuch drängt sich auf. Doch auch ihre Runde zeigte bereits einen Teil der einzigartigen Kulisse. Die Hochebene auf 500 Meter und bester Asphalt lassen das Radfahrer-Herz höher schlagen. Die 15 Kilometer lange Abfahrt hinunter nach Pollença zeigt wer die Kurventechnik beherrscht. Der starke Seitenwind entlang der Küste macht den Kite-Surfern mehr Spass als dem Radfahrer. Ein Lehrstück für die korrekte Fahrposition in der Gruppe ist der Wind alleweil. Der Weg zurück zum Hotel hat seine Tücken, denn wen man die Abzweigung verpasst landet man am Hafen von Alcudia. Die Promenade ist ideal für einen Spaziergang aber nicht gedacht für Velofahrer,
Der Hauptharst fuhr vom Coll de Sóller (Saint Lluc) entlang den Stauseen Gorg Blau und Cúber zum höchsten Pass der Insel, dem Puig Major. Vor dem Mittagessen die wunderschöne Abfahrt nach Soller. Diese Kleinstadt (13’842 Einwohner) bietet viele Attraktionen. Mittendrin und umrahmt von der berühmten Eisenbahn stärkt sich die Gruppe.
Es folgt der nächste Leckerbissen. Mit ähnlich vielen Serpentinen wie die Alpe d’Huez bietet sich als Dessert der Coll de Sóller (496 m). Fritz fährt in einer Gruppe mit deutschen Teilnehmern, welche jede Kurve herunter zählen. Mit einer Tempoverschärfung entledigt er sich von den nervigen Misstönen. Nach der Abfahrt nach Bunyola beginnt nun für die Gruppe das „Pièce de resistance“. Obwohl die letzten fünfzig Kilometer zurück nach Port Alcudia fast flach sind bringt der steife Gegenwind die Gruppe ans Limit. Nachtanken der Bidons an einer Tankstelle ist unvermeidbar, denn der Wind trocknet den Körper aus. Glücklich und unfallfrei erreichen alle Gruppen das Hotel.

Daten Gruppe Julia:
Distanz: 78 KM, 836 HM, Durchschnitt 24.0 KM/h, Dauer: 3:15  Std, Durchschnittspuls 128 min (Grundlagenausdauer).

Ein Kommentar

  1. Hey Manfred, einfach genial deine Berichterstattung vom CIO – Hobbylager :-)). Weiter so…
    Wir alle hoffen, dass es Julia wieder besser geht und sich der Verdacht auf eine Borreliose nicht bestätigt.
    Liebe Grüsse und häbets guet
    Mike, Kevin, Roger und Silvia Neuenschwander

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