Hobbylager 2016 – Das Beste kommt zum Schluss

2016_04_22_Hobbylager_21Ein besonderes Leckerbissen oder ein Muss für jeden Radfahrer auf Mallorca ist die Tour „Sa Calobra“. Eine grosse Gruppe von 19 CIO’ler wagt sind auf diese schwierige Etappe. Über Inca fahren wir in den ersten Anstieg den Coll de Sa Bataia (579 m). Der Wellenritt in der wunderschönen Naturkulisse des „Serra de Tramuntana“ entschädigt über die Strapazen. Ein weiterer 150 Meter Anstieg auf den Coll des Reis (682 m). Es folgt die lange Abfahrt hinunter an das Meer. Unsere Insider kennen ein tolles Restaurant in der Nebenbucht Cala Tuent. Mit letzten Kräften meistern wir die 20% Steigung hinauf zu diesem Bijou.

Die halbe Gruppe verköstigt sich mit Meeresspezialitäten während andere die klassische Pasta-Variante wählen. Alle haben Respekt vor dem Rückweg. Einzelne zweifeln sogar ob sie ihre 100 Kilo den Pass hinauf bringen werden. Doch von hier gibt es keine Alternative.

Von der Nebenbucht gelangen wir auf die Hauptstrasse zurück. Dann der 9.4 Km lange Aufstieg mit durchschnittlich 7 Steigungsprozenten. Dieses Meisterwerk der Strassenbaukunst wurde vom italienischen Ingenieur Antonio Paretti geplant und 1932 ausgeführt. Der geniale Konstrukteur konnte zwei Dinge nicht leiden: Die erhabenen und ruhenden Berge zu verschandeln und schroffe, steile Kurven. Mit dem Rad haben wir den Genuss den umweltfreundlichen Strassenbaugedanken Parettis Meter für Meter zu folgen bis zu seinem Meisterstück dem Krawattenknoten. Auf der Höhe von Sa Moleta gab es keine andere Möglichkeit, dem gegebenen Gelände so zu folgen. Ähnlich den Kehrtunnels Im Puschlav liess er die Strassen um sich selbst kreisen. Auch hier fand Paretti die Lösung ohne Stützpfeiler. Die Brücke am Nus de sa Corbata (Nudo de la Corbata), dem „Krawattenknoten“, mit der 270°- Kurve.

Nach dem schwierigen Aufstieg war der Rest fast ein Kinderspiel. Vorbei am geschichtsträchtigen Kloster „Santuari de Lluc“, dem spirituellen Zentrum der Insel. Dunkle Wolken haben inzwischen das Zepter übernommen. Nur schnell raus aus dem Gebirge. Das Schlimmste in einer Abfahrt ist es wenn es zu regnen beginnt, denn der Schmutz wird nur durchnässt und nicht weggeschwemmt. Doch man kennt kein Erbarmen und stürzt sich in die 15 Kilometer lange Abfahrt.

Die Gruppe wird immer schneller. Trotz leichtem Regen wird in der langen Abfahrt nach Pollença Tempo gebolzt. In der Fläche steigt der Tacho gegen 50 Km/h. Der Seitenwind bietet wenig Windschatten und jeder muss kämpfen um den Anschluss zu halten. Zufrieden kehrt die Gruppe ins Hotel zurück.

Die tollen Ferien bleiben in bester Erinnerung. Nochmals herzlichem Dank unserem Organisator Sven.

Bye Bye Mallorca. Bis zum nächsten Mal.

Fotos: Sämi, Hanspeter, Julia

Ein Kommentar

  1. Besten Dank Manfred für die super Berichterstattung. Auch Sven möchten wir Danken für die wunderschöne Woche in Mallorca.
    Allen liebe Grüsse Reto und Karin

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